Eray Erdem, Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer von Alanya (ALTSO) und als erfahrener Experte in der Tourismusbranche bekannt, teilte ermutigende Neuigkeiten bezüglich der lang erwarteten Lösung der Schwierigkeiten bei der Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Staatsbürger mit. Seinen Worten zufolge nähert sich die Situation nach langwierigen Bemühungen und intensiven Verhandlungen in Ankara endlich einem positiven Ende, was für die zahlreiche russischsprachige Gemeinschaft in der Region besonders wichtig ist.
In den letzten Jahren stand Alanya vor großen Herausforderungen im Bereich der Einwanderungsregelung. Die Beschränkungen für kurzfristige Aufenthaltsgenehmigungen (Ikamet) betrafen nicht nur den Tourismus und den Immobiliensektor, sondern die gesamte lokale Wirtschaft: vom Bauwesen bis zum Dienstleistungssektor. Viele Ausländer, darunter auch Russen, die aktiv in lokale Projekte investiert und Immobilien gekauft hatten, sahen sich mit Ablehnungen bei der Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigungen konfrontiert. Dies führte zu einer Abwanderung eines Teils der Einwohner, einem Rückgang der Geschäftstätigkeit und Schwierigkeiten für Unternehmer. Erdem betonte, dass das Problem systemischer Natur sei und sich auf die Beschäftigung, die Investitionen und die allgemeine Entwicklung des Ferienortes ausgewirkt habe.
Der Kammerpräsident merkte an, dass sein Team bereits seit langem intensiv in dieser Richtung arbeite. Die jüngsten Treffen in der Hauptstadt verliefen konstruktiv, und nun gebe es Grund zur Hoffnung, dass die wichtigsten Hindernisse in naher Zukunft beseitigt würden. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielt die Unterstützung durch den ehemaligen Außenminister und Abgeordneten aus Antalya, Mevlüt Çavuşoğlu. Erdem zeigte sich zuversichtlich, dass die gemeinsamen Bemühungen zu Ergebnissen führen werden und Alanya das Potenzial ausländischen Kapitals voll ausschöpfen kann.
Besonderen Wert legte Erdem auf die Initiativen des Ministers für Finanzen und Staatskasse, Mehmet Şimşek, zur Gewinnung ausländischer Investitionen. Die Lösung der Frage der Aufenthaltsgenehmigungen wird es der Region ermöglichen, aktiv auf diese Aufrufe zu reagieren, das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen und Alanyas Position als attraktiven Standort für Leben und Wirtschaft zu stärken. „Obwohl die Branche gewisse Verluste erlitten hat, verfügen wir nach wie vor über ein beträchtliches Potenzial. Wir müssen dieses Thema schneller von der Tagesordnung streichen, um einen gewichtigeren Beitrag zur Wirtschaft des Landes zu leisten“, merkte der Experte an.
In den Wirtschaftskreisen Alanyas werden diese Aussagen mit Begeisterung aufgenommen. Lokale Unternehmer hoffen, dass die Vereinfachung der Verfahren nicht nur ehemalige Einwohner zurückbringen, sondern auch neue anziehen wird, was zum Wachstum des Tourismus, des Immobilienverkaufs und der damit verbundenen Branchen beitragen wird.











