Der türkische Erstmarkt für Wohnimmobilien zeigt Anzeichen einer Erholung. Nach den neuesten Daten des Türkischen Statistischen Instituts (TÜİK) steigen die Verkäufe von Neubauwohnungen im Land weiter an, trotz der anhaltenden Zurückhaltung der Käufer und der hohen Finanzierungskosten.
Im April 2026 wurden auf dem Erstmarkt 40.306 Objekte verkauft, was einem Anstieg von 9,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Der Anteil neuer Wohnungen und Häuser erreichte 31,8 % des gesamten Transaktionsvolumens. Im Vergleich dazu blieb die Aktivität auf dem Sekundärmarkt praktisch auf dem Niveau des Vorjahres.
Analysten führen das wachsende Interesse an Neubauten auf die Ausweitung der Hypothekenkredite und die allmähliche Erholung der Verbrauchernachfrage zurück. Ein weiterer Faktor ist das Bestreben der Käufer, Wohnraum in frühen Bauphasen zu einem attraktiveren Preis zu erwerben. Diese positive Entwicklung ist nicht erst seit einem Monat zu beobachten: Im Februar stiegen die Verkäufe von Neubauwohnungen um 5,9 % und im März um weitere 1,3 % im Jahresvergleich.
Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass eine stabile Nachfrage nach Neubauten den Bausektor in der zweiten Jahreshälfte stützen könnte. Dabei wird die weitere Entwicklung weitgehend vom Zinsniveau und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im Land abhängen.











